Labeling and diagnosis is a catastrophic way to communicate. Telling other people what’s wrong with them greatly reduces, almost to zero, the probability that we’re going to get what we’re after.

Marshall B. Rosenberg

Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg

Der Kern der Gewaltfreien Kommunikation ist für mich, in unserem Denken und Handeln ein „Sowohl-als-auch“ an die Stelle des sonst oft üblichen „Entweder-oder“ zu setzen – für mich ehrlich eintreten zu können UND gleichzeitig mein Gegenüber zu sehen, die Beziehung zu achten.

Sie bietet ein praxistaugliches (Kommunikations-)Werkszeug mit konkreten Schritten für konkrete Situationen an. Gleichzeitig ist sie eine Haltung, Menschen mit Empathie und Wertschätzung und ohne „Richtig-Falsch“ – Denken zu begegnen.

Ich erlebe sie als sehr wirksam bei der Persönlichkeitsentwicklung, da sie das tiefere Verstehen der eigenen Gefühle, Motivationen und Handlungen fördert und so zu mehr persönlicher Gelassenheit und Freiheit im Verhalten führt.

Darüber hinaus ist sie auch was „für den Kopf“, ein Erklärungsmodell, warum Menschen sind, wie sie sind, und tun was sie tun, und wie dieses Miteinander ganz konkret konstruktiver gestalten werden kann.

Für Menschen, die beruflich viel mit Menschen zu tun haben, erhöht die Gewaltfreie Kommunikation die Professionalität im Kontakt mit Ihnen und in der Leitung von Gruppen. Sie schult darüber hinaus einen bewussteren Umgang mit den eigenen Ressourcen und Möglichkeiten sowie die Fähigkeit des kollegialen Coaching.

Mehr über Gewaltfreie Kommunikation (GfK)

„Frage dich nicht was die Welt braucht – frage dich, was du brauchst, um dich lebendig zu fühlen, und dann tu es. Denn die Welt braucht lebendige Menschen.“
Harold Whitman



Im Umgang mit Menschen und mit uns selbst stolpern wir immer wieder in Situationen, die uns überfordern, uns verunsichern, Wut und Ärger auslösen oder uns ratlos zurücklassen. Das kommt u.a. daher, dass wir eine Sprache der Wertung, der Forderungen und Beschuldigungen gelernt haben, die einer konstruktiven Konfliktlösung und der Verbindung zwischen Menschen hinderlich ist. In der Gewaltfreien Kommunikation geht es darum, wahrzunehmen und auszudrücken, was hinter dem Gesagten steht – bei einwm selber und beim Gegenüber.

Die Gewaltfreie Kommunikation nutzt dafür 4 Schritte:

  • Wie kann ich eine Situation, eine Handlung beschreiben, ohne (meist negative) Bewertungen oder Interpretationen zu benutzen?
  • Wie kann ich ausdrücken, wie es mir damit geht (Gefühle), ohne eine versteckte Beschuldigung einzubauen?
  • Wie kann ich meine Interessen und Bedürfnisse so formulieren, damit der andere versteht, was mir wichtig ist?
  • Wie konkret möchte ich jetzt und in Zukunft handeln, damit meine Interessen erfüllt werden? Und was könnte mein Gegenüber konkret dafür tun, um was möchte ich ihn oder sie bitten?

Die Schritte können zur Selbtklärung, als Ich-Botschaft oder zum Verstehen meines Gegenübers genutzt werden. Dabei liegt der Schwerpunkt immer auf dem Verstehen und (wieder) in-Kontakt-kommen. Dem Anderen meine Anliegen ohne „verbale Ohrfeigen“ mitzuteilen bzw. ihm mit Offenheit für seine Gefühle und Bedürfnisse zuzuhören, führt zu einem ehrlichen Verständnis, verbindet Menschen und macht für beide Seiten zufriedenstellende Lösungen möglich. Im Gegensatz zum Recht-Unrecht- bzw. falsch-richtig- Denken, welches Gewinner und Verlierer produziert, lässt die Gewaltfreie Kommunikation Raum für die Bedürfnisse aller Beteiligten und für eine Begegnung auf Augenhöhe.

Der amerikanische Psychologe Marshall B. Rosenberg vermittelte jahrzehntelang als einer der gefragtesten international tätigen Mediatoren in Krisengebieten. Aus seinen Erfahrungen heraus entwickelte er die Methode der Gewaltfreien Kommunikation® (GfK). Dieses praktisch anwendbare „Kommunikations- Handwerkzeug“ wird inzwischen auch in Schulen, Institutionen und Mediationsausbildungen weltweit eingesetzt.