Werden, wer wir wirklich sind.“

Al Pesso

Pesso Boyden System Psychmotor (PBSP): »Pesso« Methode

entwickelt von Albert Pesso und Diane Boyden Pesso

So wie es in der Gewaltfreien Kommunikation schwerpunktmäßig um die Bedürfnisse und die Kommunikation in der Gegenwart geht, geht es bei PBSP hauptsächlich um die Bedürfnisse aus der Kindheit.

PBSP geht davon aus, dass uns als Babys und Kinder und auch vor der Geburt bestimmte Bedürfnisse zum richtigen Zeitpunkt von den »passenden« Menschen erfüllt werden müssen. Erst dann können wir wirklich »wir« werden, uns zu unserem vollen Potenzial entwickeln. Diese Bedürfniserfüllung muss zuerst sehr körperlich, später eher symbolisch erfolgen, damit wir im Erwachsenenleben selberständig und eigenverantwortlich für unsere Bedürfnisse sorgen können. Wenn dies nicht der Fall war, sucht ein Teil von uns auch als Erwachsener z.B. immer noch die Liebe oder die Unterstützung, die er als Kind von den Eltern gebraucht hätte, und belastet damit gegenwärtige Beziehungen.

Die gute Nachricht ist: Das Wissen, was wir gebraucht hätten, ist immer noch in uns gespeichert.

In der Pesso Arbeit werden individuell passende, neue, lebensbejahende Erinnerungen konstruiert, unsere kindlichen Bedürfnisse »nachgenährt«. Diese heilenden Bilder und Erfahrungen können so abgespeichert werden, als ob sie in der Vergangenheit tatsächlich erlebt worden wären. Vor diesem neuen Hintergrund wird es möglich, die Gegenwart zufriedener, sinnvoller und in besserem Kontakt mit anderen zu erleben.

Mehr über die Pesso Arbeit (PBSP)

„Worum geht es im Leben? Wir sind dafür gemacht, in einer unperfekten Welt glücklich zu sein.“
Al Pesso

PBSP nennt als die wichtigsten Grundbedürfnisse der Kindheit:

  •  Platz (symbolisch u.a. die Liebe in den Augen der Eltern)
  •  Nahrung (körperlich wie geistig)
  •  Unterstützung (körperlich wie geistig)
  •  Schutz (vor jeder Form von »zuviel«, vor jeder Form von Gewalt)
  •  Grenzen (um unsere Kraft ganz erleben zu können, brauchen wir ein Gegenüber, welches uns wertschätzend halten und Schaden verhindern kann)

Systemischer Aspekt

Daneben bezieht PBSP auch den systemischen Blick auf Familien mit ein. Kinder gehen oft fast automatisch – real oder gefühlt – in Rollen die nicht kindgerecht sind, sorgen sich z.B. in einer partner- oder elternähnlichen Weise um Eltern oder Geschwister. PBSP bietet auch hiefür ein (Nach-) Erleben an, wie es »richtig« und kindgerecht gewesen wäre, und kann damit belastende Verstrickungen auflösen.